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Rettungshundestaffel EisenachRettungshundestaffel Eisenach

Herzlich Willkommen bei der Rettungshundestaffel des DRK Kreisverband Eisenach e.V..

Ansprechpartner

Olf Steinig
Staffelleiter

E-Mail: RHST@KV-Eisenach.DRK.de

Tel.: 0172 2725241

Die Rettungshundestaffel Eisenach wurde am 8.Februar 1997 durch zwölf Hundefreunde aus Eisenach gegründet. Im Jahr 2022 feiern wir unser 25-jähriges Jubiläum. Unsere Staffel besteht derzeit aus 15 aktiven Staffelmitgliedern. Diese bilden ihre Hunde in der Sparte "Fläche“ und „Mantrailing“ aus.   

Das sind wir!

Olf mit Anouk

Olf

- Staffelleitung
- Ausbilder

Anouk

- Mantrailer i.A.

Louisa mit Buck und Bonnie

Louisa
- Hundeführerin

Buck
- geprüfter Flächenhund

Bonnie
- Flächenhund i.A.

Cati mit Simba

Cati
- Staffelleitung
- Ausbilderin

Simba - Flächenhund i.A.

Nemo und Lenz  (nicht auf dem Bild)

- geprüfte Flächenhunde im wohlverdienten Ruhestand

Jasmin mit Trudel

Jasmin
- Staffelleitung

Trudel
- Flächenhund i.A.

Marie mit Eika

Marie
- Ausbilderin
- Texterin & Bloggerin Facebook

Eika
- Mantrailer i.A.

Henrik mit Falka

Henrik
- Ausbilder
- Hundeführer

Falka
- geprüfter Flächenhund 

Emily mit Theo

Emily
- Hundeführerin

Theo
- Flächenhund i.A.

Jana mit Akira

Jana
- Hundeführerin

Akira
- Flächenhund i.A.

Anja mit Cleo

Anja
- Kassenwart

Kleo
- Flächenhund i.A.

Fiona mit Leo

Fiona
- Hundeführerin

Leo
- Flächenhund i.A.

Cindy

Cindy
- Helferin 

Peter

Peter
- Helfer


  • Was versteckt sich hinter dem Begriff „Rettungshundestaffel“ und wann kommen wir zum Einsatz?

    Die Rettungshundestaffel wird durch die zuständigen Behörden (Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr) alarmiert.

    Dies geschieht, wenn eine Person vermisst oder verunglückt ist und technische sowie menschliche Mittel nicht mehr ausreichend sind, um eine einwandfreie Absuche zu gewährleisten. Dies kann passieren, wenn Senioren oder Kinder von ihrer Wohnanschrift abgängig sind (Mantrailer), ein Pilzsammler im Wald nicht mehr Nachhause findet oder ein Wanderer im Wald verunglückt (Flächensuchhunde). 

    Ebenfalls kommen Rettungshundestaffeln zum Einsatz, wenn Häuser, aufgrund von Naturkatastrophen einstürzen (Trümmersuchhunde) oder Lawinen in alpinen Gebieten Ski- oder Wanderwege verschütten (Lawinensuchhunde).   

    In unserer Staffel bieten wir momentan zwei Sparten zur Ausbildung an:  

    Wir bilden zum einen in der Sparte „Mantrailing“ und zum anderen in der Sparte „Flächensuche“ aus.   

    In unserer Staffel werden derzeit zwei Mantrailer ausgebildet. Als Flächensuchhunde haben wir derzeit drei geprüfte Hundeteams und 8 Flächensuchhundeanwärter.   

  • Was ist ein Flächensuchhund?

    Der Flächensuchhund kommt zum Einsatz, wenn in einem weitläufigem Wald- Wiesen oder Feldgebiet eine vermisste Person verschwunden ist.

    Die Flächen können hierbei unterschiedliche Größen, Formen und Bewuchs aufweisen. Die Fläche wird durch die zuständige Einsatzleitung bestimmt und ist meistens ein erstes Indiz dafür, dass sich die Person in diesen Gebieten aufgehalten haben könnte.  

    Die Hunde suchen in den Gebieten nach menschlichem Geruch und stöbern diese mit Hilfe des Hundeführers auf. Die Flächensuchhunde können durch „Verbellen“ oder einem „Freiverweis“ die Personen im Gebiet anzeigen. Auch große Ablenkungen, wie bspw. Wildwechsel oder anderen Hunde im Suchgebiet, dürfen ihn nicht an der Erfüllung seiner Arbeit und Aufgabe hindern.

    Aus diesem Grund ist ein zuverlässiger und arbeitswilliger Hund unabdingbar.  

    Deshalb trainieren wir regelmäßig in unterschiedlichen Gebieten und Geländen in und um Eisenach/Gotha herum. Unsere Hunde sind deshalb in der Lage, unabhängig von Geländeformen mit großer Ausdauer zu suchen. Hierbei spielen weder der dichte Bewuchs des Gebietes noch steile abfallende Gelände ein Hindernis dar. Flächensuchhunde suchen ein vorgegebenes Suchgebiet bei Tag und Nacht gleich zuverlässig ab. Die Ausbildung dauert hierbei ca. 2 Jahre.

    Wenn man die Rettungshundeprüfung gem. GemPPO geschafft hat, darf man mit seinem Hund in den Einsatz. 

  • Was ist ein Mantrailer?

    Der Mantrailer kommt zum Einsatz, wenn eine einzelne Person abgängig ist. Diese suchen demnach einen „Individualgeruch“ der jeweiligen vermissten Person. Den Suchauftrag erhält der Hund anhand eines Gegenstandes, an dem der Geruch der vermissten Person haftet. In der Regel beginnt die Suche an der Stelle, an der die Person zuverlässig das letzte Mal gesehen wurde oder losgegangen ist. Ab dieser Position verfolgt der Mantrailer die Spur der Person. 

    Von der menschlichen Haut lösen sich ständig winzige Hautschuppen ab. Auf diesen haften Bakterien der individuellen Hautflora des Menschen, die einen einmaligen Geruch besitzt. Hierbei sind die Hunde in der Lage, diesen Geruch wahrzunehmen und zwischen den Individualgerüchen einzelner Menschen zu differenzieren. In der Sparte „Mantrailing“ ausgebildete Rettungshunde lernen, die Spur eines Menschen anhand dieser mikroskopisch kleinen Zellverbände zu verfolgen. Sie unterscheiden sie von der Spur anderer Menschen und folgen ihr auch durch bewohnte Gebiete.   

    Witterung, Untergrund, Wind, Alter der Spur, Ausbildungsstand und Rasse bestimmen neben vielen weiteren Faktoren den Schwierigkeitsgrad dieser Spur und beeinflussen so die Wahrscheinlichkeit, ob der Hund die ihm gestellte Aufgabe lösen kann oder nicht. Die Ausbildung ist sehr umfangreich. Neben den Schwierigkeiten, die dem Hund während seiner Arbeit auf der Spur begegnen, muss sichergestellt werden, dass der Hund nur die aufgezeigte Spur verfolgt.

    Auch unter Ablenkung muss der Hund in der Lage sein, die richtige Person anhand des Geruchsbildes zu identifizieren. Er muss zeigen, wenn er die Spur verloren hat, sie plötzlich endet (Person ist in ein Transportmittel wie Bus oder Auto gestiegen) oder sich am Startpunkt gar keine Spur von der vermissten Person befindet. Ablenkungen wie Personenverkehr, andere Hunde oder Wild dürfen ihn nicht an der Erfüllung seiner Aufgabe hindern. Die Ausbildung dauert hierbei ca. 3 Jahre.   

    Wenn man die Rettungshundeprüfung gem. PPO geschafft hat, darf man mit seinem Hund in den Einsatz. 

  • Die Ausbildung

    Wir trainieren donnerstags ab 18.00 Uhr auf dem Übungsplatz in Pferdsdorf.  

    Am Wochenende (meistens sonntags) treffen wir uns zuallererst in einer  

    beliebigen Stadt, um mit unseren Mantrailern zu trainieren. Danach fahren wir zusammen in verschiedenen Geländen in Eisenach, Gotha oder Umgebung, um unsere Flächensuchhunde zu trainieren.  

    Aber nicht nur während der Trainingszeiten üben wir mit unseren Hunden, sondern auch auf unseren "Gassirunden".  

    Dabei üben wir beispielsweise:  

    ·                      im Bereich der Unterordnung  

    ·                      das Voraus  

    ·                      das Schicken auf z.B. Bänke oder Baumstämme  

    ·                      das Balancieren über Baumstämme, springen über kleine
                           Zäune, begehen von Gitterrosten und Treppen  

    ·                      Konzentration, Koordination und Kommunikation zwischen  
                           Hund und Hundeführer ist die Grundlage der
                           Rettungshundearbeit.  

    Die gesamte Arbeit (Konzentration, Laufschema, Sucharbeit, Anzeige, Bewältigung von Hindernissen) wird in spielerischer Art trainiert und positiv bestätigt. Diese Bestätigung kann mit Bewegung, Stimme, Leckerlies und Spielzeug gestaltet werden. Des Weiteren gehört zur Rettungshundeausbildung der Gehorsam/ die Unterordnung und die Geräteausbildung.  

    Die gesamte Arbeit (Konzentration, Laufschema, Sucharbeit, Anzeige, Bewältigung von Hindernissen) wird in spielerischer Art trainiert und positiv bestätigt. Diese Bestätigung kann mit Bewegung, Stimme, Leckerlies und Spielzeug gestaltet werden. Des Weiteren gehört zur Rettungshundeausbildung der Gehorsam/ die Unterordnung und die Geräteausbildung.  

  • Hundeführer und Hund bilden eine Einheit.

    Nicht nur der Hund muss hierbei Ausdauer und Leistung zeigen. Von seinem Hundeführer wird ebenfalls sehr viel abverlangt, schließlich geht es darum Menschenleben zu retten!  

    Während der Ausbildungszeit muss der Hundeführer diverse Lehrgänge in unterschiedlichen Zeitabständen besuchen und abschließen.

     

    Hierbei handelt es sich unter anderem um:  

    1.    Erste Hilfe - Lehrgang - 9    Unterrichtseinheiten  

    2.    Sanitätsausbildung - mindestens 48
           Unterrichtseinheiten  

    3.    Digital-Funk Ausbildung  

    4.    Ausbildung in Kynologie (Lehre vom Hund)  

    5.    Ausbildung in der Handhabung von Karte, Kompass und GPS

    6.    Einsatztaktik  

    7.    diverse weitere Fortbildungen, wie DRK Einführungslehrgang, Helferseminare, Seminare

    zum Thema Stressbewältigung u.ä.  

      


    Des Weiteren spielen die bereits erlernten Themen in der Ausbildung immer wieder eine tragende Rolle und werden regelmäßig durch unsere Trainer wiederholt und verfestigt.   

    Doch warum machen wir das alles?   

    Unsere oberste Devise lautet: Menschenleben retten!  

    Auch während der Ausbildungszeit kann ein Hundeführer (in Ausbildung) für den Einsatz alarmiert werden. Aus diesem Grund ist eine Helferausbildung unabdingbar.  

    Der Helfer nimmt im Einsatz eine wichtige Funktion ein. Er unterstützt den  

    Hundeführer und seinen Rettungshund bei der Absuche im Einsatz. Dabei übernimmt er wichtige Funktionen wie den Funkverkehr, die Orientierung, sowie die Verantwortung für die Sicherheit des gesamten Teams während des Einsatzes im zugewiesenen Suchgebiet. Für diese Aufgaben ist beispielsweise der sichere Umgang mit Karte, Kompass und GPS unverzichtbar, um Tag und Nacht eine sichere Orientierung im Gelände zu gewährleisten. 

Nachwuchs ist immer willkommen!

Du interessierst dich für unsere Arbeit und möchtest gerne ein Mitglied unserer Staffel werden? Dann setz dich gerne mit unserer Staffelleitung in Verbindung! (siehe Kontakt).   

Du hast dann die Gelegenheit an einem Schnuppertraining mit deinem Hund teilzunehmen.

  • Weiterhin solltest du dann noch wissen:

    Bitte beachte, dass du während der Teilnahme am Schnuppertraining nicht durch das DRK versichert bist.  

    Es können nur Mitglieder aufgenommen werden, die physisch und psychisch belastbar sind und nicht unter schwerwiegenden gesundheitlichen Einschränkungen leiden.  

    Dein Hund sollte ein Alter von 2 Jahren nicht überschritten haben, gesund sein und einen Grundgehorsam besitzen. Hunde mit schweren chronischen Erkrankungen des Gelenkapparates, wie z.B. Hüftdysplasie oder Gelenkentzündungen, sind nicht für die Rettungshundearbeit geeignet. 

    Außerdem sollte dein Hund ein "aufgewecktes Kerlchen" und keine „Schlaftablette“ sein. Er sollte ein sicheres Wesen haben und ausreichend innerartlich sozialisiert sein. Keinesfalls darf dein Hund Aggressionen gegenüber einem Menschen zeigen.  

    Vor dem ersten Schnuppertraining ist es wichtig, dass du nachweisen kannst, dass dein Hund mit den erforderlichen Impfungen auf dem neuesten "Stand" und haftpflichtversichert ist.  

    Findest du nach dem Schnuppertraining Gefallen an unserer Arbeit, erhältst du die Möglichkeit während einer Schnupperzeit von zwei Monaten herauszufinden, ob du und dein Hund sich für die Rettungshundearbeit eignen. Hierbei wird nach den zwei Monaten ein Auswertungsgespräch mit den Ausbildern stattfinden. Danach hast du eine Probezeit von vier Monaten mit abschließendem Gespräch mit Staffelleitung und Ausbildern. Während der insgesamt sechs Monate erhältst du einen Staffelpaten, der dir alles Wichtige in den organisatorischen Abläufen innerhalb der Rettungshundestaffel und des DRK Kreisverband Eisenach e.V. erläutert und zeigt.

    Du solltest während dieser Zeit für dich entscheiden, ob du den hohen zeitlichen Aufwand für die Ausbildung deines Hundes und dir gewachsen bist. Eine regelmäßige Teilnahme am Training hat oberste Priorität.   

    Wir werden während der Probezeit mit dir und deinem Hund einen Eignungstest durchführen, indem dir die Tauglichkeit als Hundeteam zur weiteren Ausbildung bescheinigt wird.  

    Des Weiteren ist gut zu wissen, dass wir eng mit anderen Rettungshundestaffeln aus Thüringen zusammenarbeiten und trainieren, so dass es regelmäßig vorkommen wird, dass sich das Training/Seminare über ein ganzes Wochenende, zumindest aber über den ganzen Samstag oder Sonntag erstrecken kann. 

    Außerdem haben wir neben unserem Training noch Absicherungen über das DRK zu leisten. Eine Teilnahme an mindestens fünf Absicherungen im Jahr ist hierbei verpflichtend. Dabei kann bspw. der Sommergewinn, die Wartburgkonzerte oder der historische Weihnachtsmarkt auf der Wartburg eine Rolle spielen.  

    Hast du immer noch Interesse? 

    Na dann... melde dich bei uns!!!  


Zum Gedenken unserer geprüften, verstorbenen Rettungshunde.

Lara † 2021 

Josy † 2019  

Lexa  † 2010  

Sandy † 2009 

Louis  † 2015
(kein Bild verfügbar)

 

Nielson  † 2013 

 (kein Bild verfügbar)

 

Moritz  † 2010 

 (kein Bild verfügbar)