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Stefan Weber

Herr
Stefan Weber

Tel: 03691 / 887-130
Erste-Hilfe@
KV-Eisenach.DRK.de

Rot-Kreuz-Weg 1
99817 Eisenach

DRK Ortsverein Horschlitt

Wie alles begann ...

Nach den Schrecken des zweiten Weltkriegs wurde das Deutsche Rote Kreuz 1945 verboten und aufgelöst. Die Neugründung des Deutschen Roten Kreuzes in der ehemaligen DDR fand unter dem Ehrenpräsidenten Otto Buchwitz am 23.10.1952 statt. Das Rote Kreuz wurde in der ehemaligen DDR zu einer Massenorganisation. Die Schrecken des Krieges und fünf Jahre französische Gefangenschaft in Nordafrika, waren für Fred Heine Anstoß in der Zukunft etwas für das Rote Kreuz zu tun. Nur durch die Unterstützung des Internationalen Roten Kreuzes, durch die Überwachung, Betreuung und Verpflegung, war ein Überleben für die Gefangenen in den Lagern möglich. Seit 1937 waren Fred Heine und seine Frau Paula Mitglieder des Roten Kreuzes. Als Sanitäter arbeitete Fred Heine in Jugendferienlager und später bei der Wehrmacht. Paula Heine erlernte den Rotkreuz-Schwesternberuf und legte eine Ausbildung als Gesundheitshelfer ab. 1952 gründeten sie in Horschlitt die erste Ortsgruppe des DRK.

Zu den Pionieren der ersten Stunde gehören:

  • Paula und Fred Heine,
  • Liesbeth und Karl Wittich,
  • Karl Rudolph.

Nach und nach schlossen sich immer mehr der Gruppe an. Um eine gute Arbeit leisten zu können, nahm Fred Heine 1959 an einem Zugführer-Lehrgang in Friedrichroda teil. Danach übernahm er den Bereitschaftszug Berka/Werra mit drei Gruppen, bestehend aus Dippach, Berka und Horschlitt. Es wurden kleine Übungen organisiert, in denen Zeltaufbau, Trageübungen und Sanitätsdienst sowie Erste Hilfemaßnahmen durchgeführt wurden. Mit dem Wasserrettungsdienst Eisenach wurden gemeinsame Rettungsübungen auf der Werra in Gerstungen in Schlauchbooten durchgeführt. Die Bereitschaft aller DRK Mitglieder war sehr groß. Es scheute sich keiner, auch größere Anfahrtswege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurück zulegen. Im Laufe von 20 Jahren hat Fred Heine mehr als 1.000 Personen in der Ersten Hilfe ausgebildet. Das betraf den Personenkreis der Kraftfahrer besonders, aber auch Mitarbeiter der Freiwilligen Feuerwehr, der Molkerei, der Brauerei, des Kraftverkehrs, des Dachziegelwerkes und der Baubetriebe. In den Ortschaften Vitzeroda, Gospenroda, Horschlitt, Herda, Gerstungen, Fernbreitenbach, Wünschensuhl, Dippach und Dankmarshausen wurde die Erste-Hilfe-Ausbildung, die für den Erwerb einer Fahrerlaubnis Pflicht war, durchgeführt. Paula Heine nahm in der DRK Zentralschule Wilthen an einem Ausbildungslehrgang teil, der sie berechtigte Lehrgänge in der Säuglingspflege und häuslichen Krankenpflege durchzuführen. In Horschlitt, Gospenroda und Berka nahmen viele daran teil und die Lehrgänge fanden große Anerkennung. Als Gemeindeschwester versorgte Paula Heine die Bevölkerung und gab Tipps und Anregungen in der Ersten Hilfe. Ein großes Aufgabengebiet des Ortsvereins Horschlitt ist seit jeher die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Von 1969 – 1989 gab es eine sehr erfolgreiche Arbeitsgemeinschaft „Junge Sanitäter" an der POS Berka/Werra. Siebenmal belegte sie den 1. Platz bei den jährlichen Leistungsausscheiden im Kreis. Bei den Bezirksausscheiden war sie oft auf den vorderen Plätzen. Die Ausbildung der Jungen Sanitäter wirkte sich auch positiv auf die Ortsgemeinschaft Horschlitt aus. Durch den Beitritt der Jungen Sanitäter hatte der Ortsverein immer neue Mitglieder, so dass der Mitgliederstand von 55-60 bis über die Wende halten konnte. Ebenso die Anzahl der Freunde des DRK.

1993, zum 40.Gründungstag des Ortsvereins Horschlitt, kamen viele Ehrengäste. Der neue Kreisgeschäftsführer, Kamerad Ecke und der langjährige Kreisgeschäftsführer, Kamerad Alban, nahmen Ehrungen und Auszeichnungen vor. Trotzdem sich die Ausrüstung der Horschlitter sich mit der von Obersuhl in keiner Weise vergleichen kann, so merkten unsere Sanitäter doch, dass dank der Bemühungen des Kameraden Heine, ihr Ausbildungsstand dem der Obersuhler Kameraden nicht nachsteht.

Die DRK-Übungen werden zur Tradition in Horschlitt.1993 wurde die ganze Übung dann noch durch die Feuerwehr erweitert.

Nachdem Fred Heine 40 Jahre an der Spitze des DRK in Horschlitt stand, gab er die Leitung des Ortsvereins in die Hände von Rosel Grosser. Sein langjähriges Werk sieht er in seiner Nachfolgerin gewürdigt, die den Ortsverein in seinem Sinne weiterführt. Im Frühjahr 1995 wurde unsere Ortsgruppe mit der neuen Bildung eines Jugend-Rotkreuz erweitert. Steffi Kaufmann und Babett Heine fanden sich bereit, mit den Jugendlichen zu arbeiten. Der Andrang in der ersten Stunde war größer als erwartet. Wir hofften, dass die Jugendlichen uns erhalten bleiben, damit unsere Ortsgruppe eine Chance auf einen Fortbestand erhält. Für treue Mitgliedschaft im DRK wurden 14 Mitglieder in Gold, 18 Mitglieder in Silber und 12 Mitglieder in Bronze ausgezeichnet. Als besonderen Höhepunkt sprach der Landrat, Dr. Kaspari, die Glückwünsche aus und bedankte sich für die langjährige erfolgreiche gesellschaftliche Arbeit. Die Ortsgemeinschaft des DRK Obersuhl überbrachte durch den Vorsitzenden Günter Prokop ebenfalls Glückwünsche. Auch die damalige Bürgermeisterin, Frau Gaber, würdigte in einer kurzen Ansprache die gesellschaftliche Arbeit des DRK in Horschlitt.